"40. Schwielochsee Pokalregatta am 29./30. August 2009"
Rasmus muss das Jubiläum wohl bemerkt haben und schenkte uns zwei Tage lang schönen Wind zum Segeln. In der 40jährigen Geschichte der Internationalen Schwielochsee Pokalregatta (ISPR), heute nur noch Schwielochsee Pokalregatta (SPR), gab es das ein oder andere Wochenende an dem der Sommer in seinen letzten Zügen noch einmal alles bot, nur eben leider auch mit wenig bis gar keinem Wind. Aber in diesem Jahr, zum runden Geburtstag der SPR, gab es wunderbare Segelbedingungen: Sonnenschein und Wind der Stärke 3-4 Bft. Angereist waren 256 Teilnehmer, verteilt auf 213 Boote, in 10 Bootsklassen. Die SPR war damit wieder einmal die größte Segelveranstaltung im Land Brandenburg.
Wesentlichen Anteil an dieser großen Teilnehmerzahl hatten die Jugendbootklassen, die während der SPR ihre Landesmeisterschaften in einer extra Wertung austrugen. Aber auch andere Bootsklassen erlebten eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen. Zum Beispiel gingen in der Piratenklasse 6 Boote mehr an den Start als noch im Vorjahr. Es hat sich wohl nicht nur bis nach Schwerin rumgesprochen, dass sich eine Reise an den schönen Schwielochsee immer lohnt. Aber auch qualitativ hatte das Starterfeld Einiges zu bieten, z.B. die Vize-Europameister, Marko und Thomas Anderssohn, sowie die Drittplatzierten der Piraten-Euro, Detlef Hegert und Oliver Bajon. Der Kieler- und Warnemünderwochegewinner in der OK Klasse Greg Wilcox, diesmal allerdings bei den Piraten startend. Sowie der amtierende Deutsche Meister und der Dritte und Vierte in der Klasse Laser Radial. Wer also mal mit den wirklich Guten in seiner Klasse um die Wette segeln will und abends auch mit ihnen tanzen möchte, der ist ganz herzlich zur nächsten SPR am 28./29.08.2010 eingeladen.
Wie immer sorgte die hohe Teilnehmerzahl für viel Anstrengung bei den Hafenmeistern. Denn es gibt einfach Zeitfenster in denen scheinbar alle auf einmal anreisen und während früher die Familie mit dem Zelt kam, bzw. in den letzten Jahren mit etwas älteren Kleinbussen, geht der Trend eindeutig zu fahrenden Mehrfamilienhäusern. Diese und die vielen Boote unterzubringen, ist dann schon eine echte Herausforderung und im Namen der Hafenmeister bedankt sich der SCS bei all den umsichtigen Teilnehmern und Betreuern, die ihre Autos und Boote im Sinne der Allgemeinheit abstellten.
Als der Freitag sich dann langsam dem Ende zu neigte, waren auch die letzten Teilnehmer eingetrudelt und sie konnten von der Küche noch mit warmen Speisen versorgt werden. Selbstverständlich gab es von den Crews hinter der Bar auch ausreichend Gekühltes, so dass die Seglergemeinschaft fröhlich beisammen saß.
Am Samstagmorgen, man konnte es kaum glauben, wehte von der Früh weg ein schöner Segelwind und die Wettfahrtleitung musste keine Bange haben, drei Läufe über die Bühne zu bekommen. Wie immer wollen natürlich alle Boote auf einmal aufs Wasser, um pünktlich den Start zu erreichen. Dank erweiterter Slipanlagen und gemeinschaftlicher Hilfe, ging auch dies ohne größere Probleme von statten. In Anbetracht der vielen Boote entschied sich die Wettfahrtleitung vorausschauend für eine Zusammenlegung von Optis und Piraten auf einem separaten Kurs, so dass der Kurs der anderen Bootsklassen spürbar entlastet wurde. Wir hoffen damit der Kritik aus dem Vorjahr gerecht geworden zu sein. Die Wettfahrten gingen bei den genannten Bedingungen zügig über Bühne und die Wettfahrtleitung entschied sich zu Recht bei gravierenden und dauerhaften Winddrehungen für den Abbruch einzelner Wettfahrten. Nach dem Segeln, pünktlich zum Kaffee, kamen fast alle wieder am Land und konnten sich mit Speisen und Getränken versorgen.
In den frühen Abendstunden begann das übliche große Rechnen „Wer am Sonntag noch mit welcher Platzierung an wem vorbei ziehen kann und wer dann noch nach hinten rutscht etc. …“. Nach der ebenfalls üblichen Auswertung der Geschehnisse des Tages, hatte der DJ keine großen Probleme die Segler zum Tanzen zu mobilisieren, um es mit Seeed zu sagen „jetzt geht´s ums Tanzen, man“. Dieses Motto galt wohl für sehr viele Segler und egal ob jung oder weniger jung, getanzt wurde reichlich. Für alle die gegen 2 Uhr morgens, als der DJ seine Arbeit einstellte, noch nicht genug davon hatten, denen sei gesagt, dass es noch einen zweiten Wettfahrttag gab.
Am Sonntagmorgen dann schon wieder Seglerfreude, denn der Wind lies sich nicht lumpen und wartete schon auf die Segler. Naja und das Spiel mit Drehern auf einem Binnensee kennen ja die meisten. Eben noch auf aussichtsreicher Position und im nächsten Augenblick fährt das Feld vorbei.
Zur Siegerehrung gab es für die Landesjugendmeister und die Platzierten, anlässlich des Jubiläums, Urkunden aus Segeltuch in Form eines Segels und wieder reichlich Sachgeschenke. Allen Gewinnern und Platzierten an dieser Stelle einen Herzlichen Glückwunsch! Ein großes Dankeschön an die Sponsoren, zu denen in diesem Jahr erstmalig auch das Land Brandenburg gehörte. Besonderer Dank gebührt, wie jedes Jahr, all den fleißigen Helferinnen und Helfern, die solch eine Veranstaltung erst möglich machen. Wir hoffen, dass wir allen Beteiligten eine schöne Veranstaltung bieten konnten und freuen uns auf eure Teilnahme im nächsten Jahr.
Kommt gut über den Winter und bis zum nächsten Jahr! Euer Team vom SCS.
JA _/)__/)/)_